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Ramona Faltin M.A. 2012

Zu den Arbeiten  von Christa-Louise Riedel
STADT-RAUM-KUNST

Christa-Louise Riedel übersetzt das Thema STADT-RAUM-KUNST in ihrer fünfteiligen Serie „Vitrum“ mit der Darstellung essentieller Elemente der Stadt. Ihre konkreten Beobachtungen stellt sie in szenischen Konstruktionen dar, von denen drei unübersehbar miteinander verbunden sind. Stark reduziert in Form und Farbe, dennoch unverkennbar werden Dach und Türme der Kirche St. Peter und Paul, Fassadenelemente des Waidhauses und die Altstadtbrücke künstlerisch beschrieben. Die Anordnung geometrischer Metapher reeller Provenienz erschafft einen dreidimensionalen Raum. Darüber hinaus wirkt der symbolhaft angedeutete Jakobsweg mit seinen scheinbar in der Ferne liegenden, farbigen Anfangs- und Endpunkten wie zeitgreifend.

Symbolhaft reduziert wirkt auch die Installation „Viae“, in der die Künstlerin mit sowohl porösen, als glatt geschliffenen Materialblöcken auf die historischen Handelsverbindungen der Stadt Görlitz verweist.


 

Helga Köbler-Stählin, 2012
Kulturjournalistin/Literatin

Zu der Ausstellung BEHAUSUNGEN 
mit Arbeiten von Christa-Louise Riedel

Malerei  I  Installation  I  Spiegel-Bilder

Eine Behausung zu haben, gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Der eigene umschlossene Raum bietet Schutz und ist kostbarer Mittelpunkt des Lebens. Auf diesen konkreten Beobachtungen basieren die gerade entstandene Malereien und Installationen von Christa-Luise Riedel, die sie in eine emotionale Bildsprache umsetzt...
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Dr. Marius Winzeler, 2009 [Auszüge]
Direktor der Städtischen Museen Zittau

Christa-Louise Riedel. Retrospektive 1983–2009
Skulptur, Malerei, Installation, Assemblage  

Kunsthaus Frankenthal [Pfalz]

Sie tragen keine Titel, lakonisch bestimmt die Bezeichnung der Technik unsere erste Wahrnehmung. „Übermalte Fotografien“ – bis zur völligen Unkenntlichkeit verdeckte Aufnahmen dienen in den jüngsten Arbeiten der Frankenthaler Künstlerin Christa-Luise Riedel als Bildgrund. Einzelne Schemen, Bildspuren, Schatten sind es nur, die übrig geblieben sind und zum Teil zwischen dichten Acrylschichten, kräftigen Farben, eruptivem Pinselstrich und feinem Gekratze nur anzudeuten vermögen, dass darunter einst etwas anderes war. Radikal löschte die Künstlerin Bildzusammenhänge aus, deckte zu, was einstmals ein Motiv war. Um es zurückzuholen, müsste man ihr Werk zerstören. Das gibt diesen kleinen dichten Farbtafeln etwas Rätselhaftes, ja sogar Unheimliches. Palimpseste sind es, Urkunden, die über einer einstigen nunmehr verborgenen Botschaft durch bewusstes Umgestalten, durch Überdeckung und Überschreibung und Übermalung eine völlig neue Aussage tragen. Oder auch gar keine nach außen vermitteln wollen, Geheimnis bleiben und für uns einfach nur Farbe sind und Gestus. Die Künstlerin gibt nicht preis, was die Fotos waren und bedeuteten. Dennoch darf man mutmaßen, dass diese neuen Bilder mit einer neu erwachten Lust in Zusammenhang gebracht werden können, ...
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Helga Köbler-Stählin  
Kulturjournalistin/Literatin

Christa-Louise Riedel
Retrospektive 1983-2009

Christa Luise Riedel künstlerisches Leben spiegelt sich in einer kontinuierlichen Schaffensphase, die sie mit ihrer ganzen Lust, Freude und ungeheuren Energie vorantreibt. Dabei ist sie Forscherin und Künstlerin zugleich. Sie macht sich auf, um die zentralen Themen des Lebens, Werden und Vergehen, Mensch und Natur, Miteinander und Gegeneinander, in Ihrem und unserem Alltag aufzuspüren. Folgt man der Künstlerin, darf man entdecken, dass Christa Luise Riedel mit Genauigkeit und Sorgfalt all diese Seh-Erlebnisse in ihren Arbeiten vermerkt. Sie beschränkt sich dabei nicht auf reine Botschaften, sondern lädt ein tiefer zu schauen und sich nicht nur von vordergründigen Reizen bestimmen zu lassen.  ...
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Cornelia Zeißig  2009
Theologin

Bildbetrachtung „Le Cycle“

Gerade die Dinge, die nicht in unser gewohntes Umfeld passen, regen zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung an. Unter der Oberfläche, genau darum geht es: Wir werden herausgefordert, uns nicht nur von oberflächlichen Reizen unterhalten zu lassen. Unsere Wahrnehmung soll geschärft werden, indem sie nicht nur einteilt in die Kategorien „schön“ und „nicht schön“, sondern tiefer schaut, in das Verborgene blickt hinter den bloßen Schein. Wer sich auf diesen Weg einlässt, wird bei Christa-Luise Riedel fündig werden. Ganz gezielt entscheidet sie, welche Materialien ihrer Aussageabsicht entsprechen. Überlegt und überzeugend gruppiert sie ihre Werke.
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Marius Winzeler   2005
lic. phil. Kunsthistoriker 

Aus Anlass der Ausstellung im Miejski Dom Kultury, Zgorzelec (Polen)

Christa-Luise Riedel: Werke 2005

Eine Kraftlinie zieht sich durch den Raum – ausgelöst durch das große titellose Gemälde mit dem in Schwarz gemalten unscharfen Kreis auf erdigem Grund und seinem Pendant, das kosmische Kreise in Blau, Rot und Schwarz auf Grau zeigt – „Der ferne Punkt“ ist es benannt. Eine Spannung baut sich auf, eine überraschende Dynamik zieht die Betrachter in Bann. Löst man den Blick von den beiden dominanten Bildern, so stößt man auf viele kleinere Werke, die den Raum zwischen jenem Punkt in der Dimension der Ferne und dem Kreis in seiner irritierenden Nahsicht besetzen, füllen, bereichern. Es sind Arbeiten mit ungewohnten Materialien und in neuen Farben – das Werk Christa-Luise Riedels hat eine weitere Transformation erfahren. Die Künstlerin ist wiederum in neue Dimensionen aufgebrochen, hat neue Perspektiven für sich erschlossen.  ...
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Marius Winzeler,  Oktober 2003
lic. phil. Kunsthistoriker

Christa-Luise Riedel – neue Arbeiten
In der Frauenkirche Görlitz

Auch durch die Werke des Jahres 2003 pulsieren Kraftströme – Christa-Luise Riedel verfolgt die Themen und Bildformen der letzten Jahre weiter, spinnt den roten Faden in die Zukunft. Impulsive Energien kommen in den neuen Arbeiten immer wieder und auf vielfältige Weise zum Ausdruck.

Überrascht steht man vor einem Werk, dessen formale Elemente mit Kreis, Flächen und einem wirren Gespinst ebenso bekannt scheinen wie die klaren leuchtenden Farben, das aber einen für die Künstlerin ungewöhnlichen Titel trägt: „Nach Giuseppe Verdis Ouvertüre Luisa Miller“. Das packende Vorspiel einer höchst tragischen Oper, die von menschlicher Leidenschaft erzählt, von einer Liebesgeschichte, die in Abwandlung des Motivs von Romeo und Julia ebenso tödlich endet, hat hier zu schwungvoller Gestik Anlass gegeben. Auf schwarzem Grund, Düsternis der Passion, vor verzehrender Glut, dreht sich ein roter Strudel, umgeben von blauem Geflimmer, und saugt wie ein Trichter das Leben ein, die Liebenden. Weißes Licht darüber kann als Zeichen für den Tod, für die Hoffnung gelesen werden. ...
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Marius Winzeler,  Mai 2003
lic. phil. Kunsthistoriker

Christa-Luise Riedel - Kraftströme

Farbengespinste, Formenknäuel, Kugelköpfe, gekritzelt, gezeichnet, gemalt, geklebt, modelliert, gebrannt und ersponnen – und mittendrin ein gewundenes Bündel von auseinander drängenden Aluminiumrohren: „Explodierende Kraft“. Es sind unglaubliche Energien und Eruptionen, die im Werk der Künstlerin Christa-Luise Riedel in den letzten Jahren freigesetzt wurden. Impulsiv, mit größter Vielfalt und Offenheit bringt sie ihre Emotionen in diese Gemälde, Zeichnungen und Plastiken ein. Ohne Scheu vor ungewohnten Materialien, ohne Bedenken gegen Stilpluralität, ohne Angst vor scheinbaren Widersprüchen, aber immer voller Lust am Formen, an der Formulierung zugespitzter Aussagen, voller Freiheit gegenüber den herausdrängenden Schüben des Kunstwollens. ...
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Dr. Andrea Goesch   2001
Kunstwissenschaftlerin

Christa-Luise Riedel
Malerei - Objekte - Plastiken

 "Wenn ein Künstler seine Ausdrucksform ändert, bedeutet dies, dass er seine Art zu denken geändert hat" (Pablo Picasso, 1923).

Veränderungen, Experimentieren um neue Ergebnisse zu erzielen, Neugier auf jedwedes Material und die ständige Neuorientierung sind auch für Christa-Luise Riedel wesentliche Antriebsfedern ihrer Kreativität. Eine hohe Sensibilität für kleinste Veränderungen in der Welt, in der sie lebt und arbeitet, charakterisieren die Arbeit der Künstlerin. Die Ursprünge ihrer Objektkunst liegen in der Keramik. Über den Ton fand Riedel in den 70er Jahren den Weg zur Plastik. Die elementare Kraft der Erde, die diesem Material inne wohnt, strömt aus den figürlich-abstrakten Terrakotta-Plastiken. Viele von ihnen lehnen sich an die antike Mythologie an und weisen archaische Strukturen auf. Seit Mitte der 90er Jahre spielen Materialien wie Bronze, Kunststoff, Gips, Papier und vor allem Edelstahl eine zunehmende Rolle. ...
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Helga Köbler-Stählin, Mannheim, 1997  
Kulturjournalistin/Literatin

Passagen, Zeitschrift für Literatur und Kunst

Plastiken von Christa Riedel
Augenblicke  der Freude, des Schweigens und des Leids

Vielleicht war es der berühmte Satz des Philosophen Protagoras, dass der Mensch das Maß aller Dinge sei, der die Künstlerin Christa-Luise Riedel beeinflusste; befassen sich doch alle ihre Arbeiten mit der menschlichen Figur.

Während ihre Plastiken aus Ton oder Terracotta, jenem gebrannten Material ohne Glasur, anfangs stark dem Naturbild glichen, nahm sie Formen zurück, reduzierte auf das Wesentliche, und so ist es nicht verwunderlich, dass sie ihre neuesten Arbeiten mehr und mehr abstrahiert ...
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